Christliche Wissenschaft in Deutschland

»Truth and fake news«

Weltereignisse der jüngeren Vergangenheit haben das Problem der „fake news” – Informationen, die fehlführend oder falsch sind, aber so aufgemacht sind, als wären sie wahr – zum Vorschein gebracht.

Es gibt eine andere Art von „fake news“, die zu lange akzeptiert wurden, da sie als glaubwürdig betrachtet wurden – Neuigkeiten, die täglich zu uns durch die physischen Sinne kommen, einschließlich der Neuigkeiten über unsere eigene Gesundheit. Mein Studium der Christlichen Wissenschaft hat einen tieferen, mehr geistigen Weg offenbart, um Wahrheit zu erkennen.

Die Gründerin des Monitors, Mary Baker Eddy, schrieb dies über den Weg, auf dem Christus Jesus die Welt sah: „Jesus sah in der Wissenschaft den vollkommenen Menschen, der ihm da erschien, wo den Sterblichen der sündige, sterbliche Mensch erscheint. In diesem vollkommenen Menschen sah der Erlöser Gottes eigenes Gleichnis und diese korrekte Anschauung vom Menschen heilte die Kranken“ (Wissenschaft und Gesundheit, Seite 476).

Dieses christliche Bild ist nicht statisch. Es beobachtet nicht hilflos, was die materiellen Sinne sagen, als ob man eine Realität feststellt, an der wir nichts ändern können. Jesu Verständnis von Gott als gut, und vom Menschen (hier alle) als Gottes geistiges Ebenbild, führte zur Heilung. Jesus korrigierte die „Neuigkeiten“ über unsere wahre Identität und er zeigte, dass diese geistige Vision Jedermann zur Verfügung steht. Zum Beispiel: wir mögen am Morgen aufwachen mit der „Neuigkeit“ krank zu sein. An diesem Punkt haben wir die Wahl. Wir können uns auf diese Neuigkeit einlassen und die möglichen Gründe der Krankheit überprüfen, dabei diese als „Tatsachen“ über uns festhalten, oder wir bringen Gott ins Spiel.

„Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1, 31). Dies ist die christliche Perspektive aller Nachrichten! Gott, Wahrheit schuf den Menschen und das Universum geistig, insgesamt und vollkommen. Gottes ewiger, wahrer Blick ist natürlich auch unser, denn wir sind seine geistige Widerspiegelung, und wir erkennen diese Tatsache durch Gebet im Verständnis der wahren Natur Gottes und seiner Schöpfung. So beginnen wir zu sehen, dass Unharmonisches nicht so wirklich und andauernd ist, wie es scheinen mag, denn es hat keine Grundlage in unserer wahren Natur als Wiederspiegelung Gottes.

Eines Morgens erwachte ich mit einem sehr rauen Hals. Meine unmittelbare Reaktion war die Überlegung, was wohl die Ursache sein mag. Schließlich wurde der Zustand so schlecht, dass ich kaum essen oder trinken konnte. Ich betete, aber mit keiner großen Überzeugung. Ich rief einen Ausüber an mit der Bitte, für mich zu beten. Er half mir, zu erkennen, dass ich wirklich Gottes geistiges und sehr gutes Bild bin und ein Recht auf vollkommene Gesundheit habe.

Innerhalb von 24 Stunden verschwand der Schmerz und es war alles wieder normal. Nicht nur dies, mir blieb ein wunderbarer Blick auf die Schöpfung als völlig geistig und vollkommen. Die Nachricht von Krankheit wurde als Lüge über meine Identität erkannt und ausgetauscht gegen den wahren Blick der Wirklichkeit.

Jesus sagt: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll“ (Joh 18, 37). Konfrontiert mit den „fake news“ jeglicher Art ist das Bemühen „Zeugnis für die Wahrheit“ abzulegen ein gutes Motiv für uns, und ein guter Weg daran mitzuarbeiten, die Wahrheit weit stärker in die menschlichen Angelegenheiten einzupflanzen.

Monitor vom 16.01.2017 Seite 47, deutsch von Joachim Paul